Troubleshooting beim Starten von SQL Servern im single-user Modus

Problembeschreibung

Eine in einer QA-Umgebung gehostete SQL Server Instanz startet trotz Korrekturen nur im single-user modus. In den nachfolgenden Schritten erklären wir Ihnen, wie Sie dieses Problem beheben können.

Ursprung / Lösung

Wie die Beschreibung schon vermuten lässt, lässt sich die Verbindung zur SQL Server Instanz lediglich nur von einem User herstellen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass eine Verbindung zum Server mehreren Benutzern gleichzeitig verwehrt wird. Folgende Fehlermeldung erscheint:

Login failed for user”. Reason: Server is in single user mode. Only one administrator can connect at this time. (Microsoft SQL Server, Error: 18461);

Um dieses Problem zu beheben, überprüfen wir zunächst die Startparameter der Instanz, um festzustellen, ob der Parameter -m verwendet wurde. Der Parameter -m ist ein Indiz dafür, dass die SQL Server Instanz im single-user Modus gestartet wurde.

Um dies einsehen zu können, starten Sie den SQL Server Configuration Manager. Mit Rechtsklick auf den SQL Server Dienst und wählen Sie die Kategorie „Eigenschaften“ aus. Über die Registerkarte „Erweitert“ können Sie nun die Startparameter der SQL Server Instanz einsehen.

Als nächsten Schritt überprüfen wir das SQL Server Fehlerprotokoll.

Hier können wir deutlich sehen, dass die SQL Server Instanz im single-user Modus mit -m gestartet wurde. Bei einem anschließenden Neustart der Instanz, haben wir versucht den multi-user Modus durchzuführen. Jedoch wurde die Instanz erneut im single-user Modus gestartet und im Fehlerprotokoll der -m Parameter angezeigt.

Ein weiterer Schritt ist die Überprüfung der Einstellungen auf Instanzebene. Wir möchten ausschließen, dass die maximale Anzahl gleichzeitiger User auf 1 beschränkt wurde. (Den Wert auf 1 zu setzen, wird grundsätzlich nicht empfohlen, da dies selbst die Anmeldung des Administrators verhindern kann.) Um den Wert einsehen zu können, öffnen wir die Eigenschaften der Instanzebene und sehen uns die Verbindungen an. Im rechten Bereich sehen wir den Wert der maximal festgelegten Anzahl gleichzeitiger Nutzer. Entspricht der Wert nicht =1, gehen wir im nächsten Schritt weiter und untersuchen nun die Registrierungsschlüssel der SQL Server Instanz.

Microsoft stellt dafür eine DMV bereit, die alle Registrierungsbeiträge im Bezug auf den SQL Server in einer Ausgabedatei sammelt. Die DMV lautet sys.dm_server_registry. Diese DMV gibt alle Konfigurations- und Installationsinformationen aus, die in der aktuellen Instanz in Windows-Registrierung vorgenommen wurden.

Geben Sie folgenden Befehl zur Ausführung der Informationsüberprüfung durch:

--Gather all SQL Server related registry information
SELECT * FROM sys.dm_server_registry;

Wenn man sich nun die ImagePath Zeile genauer anschaut, kann man sehen, dass ebenfalls der Parameter -m im Wert des Server Image Pfads erwähnt wird. Damit wird deutlich, dass sowohl der SQL Server als auch die Instanz mit -m gestartet werden.

Doch wie bekommen wir den besagten Parameter -m entfernt und ermöglichen einen Multi-user Zugriff?

Zunächst gehen wir nun über die Windows-Registrierung zum Speicherort des Registrierungsschlüssels. Im Anschluss bearbeiten wir den Registrierungseintrag und entfernen das -m über den Bearbeitungsmodus.

Wichtig: Sichern Sie in jedem Fall Ihre Registrierung ab, bevor Sie darin Änderungen vornehmen.

 

Nun starten wir den SQL Server Dienst neu und können erkennen, dass der Server nun im multi-user Modus gestartet wurde und mehrere Benutzer Verbindungen zur Datenbankinstanz herstellen können. Eine Überprüfung des Fehlerprotokolls bestätigt uns, dass der Parameter -m nach dem Neustart der Instanz nicht mehr vorhanden war.

Fazit
Ganz klar ist nicht, wie sich der m- Parameter in den Registrierungsschlüssel eingeschlichen hat. Die Instanz lief bis dato einwandfrei. Möglich ist es, dass der Registrierungsschlüssel im Vorhinein manuell durch ein GUI Tool geändert oder die Registrierung nicht richtig geupdatet wurde.

Mit unserer Anleitung können Sie nun dieses Problem umgehen.


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