Slipstream Installation von Service Packs und Kumulativen Updates für SQL Server 2016 und höher

Avatar

Für jede SQL Server Version, dessen Support Zyklus noch aktiv ist, werden eine Reihe von Updates angeboten, die sowohl Bugfixes, Performance Verbesserungen aber auch Sicherheitsupdates beinhalten. Diese Updates werden in Form eines Kumulativen Updates (CU) und eines Service Packs (SP) veröffentlicht und können manuell heruntergeladen und auf eine bereits installierte SQL Server Instanz angewendet werden.

Es ist auch möglich bereits während der Installation einer SQL Server Instanz die gewünschten Updates einzubinden und diese direkt mit zu installieren. Hier spricht man dann von einer Slipstream Installation. In diesem kurzen Beitrag wollen wir uns am Beispiel einer SQL Server 2019 Instanz diesen Prozess genauer anschauen.

Ab SQL Server 2012 hat Microsoft die Art und Weise, in der Service Packs und kumulative Updates während der Installation übertragen werden, geändert. So können Service Packs oder kumulative Updates heruntergeladen und anschließend in das Installationsmedium der Instanz aufgenommen werden. Ein separates Extrahieren der Update Pakete ist nicht länger erforderlich.

Die Slipstream Installation

Laden Sie zunächst das benötigte Service Pack oder Kumulative Update herunter und kopieren sie die Aktualisierungsdatei in einen lokalen Ordner. Der Server, auf dem die gewünschte SQL Server Instanz installiert werden soll, muss natürlich Zugriff auf diesen Ordner haben.

Die SQL Server Instanz kann nun über die Kommandozeile installiert werden.

In diesem Beispiel befindet sich die Installationsdatei der Instanz bereits auf dem Laufwerk E: und die Aktualisierungsdatei ist in einem separaten Ordner namens SQLServerUpdates abgelegt. Wir verwenden hier eine SQL Server 2019 Instanz und das 4. kumualtive Update. Mit dem Kommando folgenden Kommando kann nun die Installation mitsamt dem eingebunden Update gestartet werden:

E:\>setup.exe /Action=Install /UpdateEnabled=True /UpdateSource="C:\Users\simon\Desktop\SQLServerUpdates"

Bevor es weitergeht, betrachten wir kurz die einzelnen Anweisungen innerhalb des auszuführenden Kommandos:

  • /Action=Install weist den Setup-Prozess an, eine Installation durchzuführen. Wird dieser Parameter nicht angegeben, startet der Setup-Prozess nur das SQL Server Installationscenter und ignoriert die anderen Parameter, die auf den Speicherort der gewünschten Aktualisierungsdatei verweisen.

  • /UpdateEnabled=True weist den Installationsprozess an, Produkt Updates zu erkennen und einzuschließen. Wenn erkannte Updates vorhanden sind, werden diese in die Installation einbezogen.

  • /UpdateSource=<location> weist den Einrichtungsprozess an, den angegeben Speicherort nach der Produktaktualisierungen zu durchsuchen.

Nachdem wir nun das Kommando ausgeführt haben, startet der Installationsprozess der Instanz und unter der Sektion Product Updates wird tatsächlich das gewünschte Update erkannt:

Die Installation kann nun wie gewohnt fortgesetzt werden.

In der Sektion Ready to Install kann dann unter Product Update ebenfalls das gewünschte Update eingesehen werden:

Fazit

Die Installation von Service Packs und Kumulativen Updates mittels Slipstreaming ist eine hervorragende Möglichkeit, den Zeit- und Arbeitsaufwand bei der Installation einer SQL Server Instanz zu reduzieren. Anstatt zunächst das SQL Server Installationscenter auszuführen, kann die Bereitstellung standardisiert und mithilfe des oben genanten Befehl setup.exe mit den entsprechenden Parametern ausgeführt werden.


→ Hier findest Du den Artikel zum direkten PDF-Download: madafa.de/download/artikel-downloads/


Schreibe einen Kommentar