Installation einer AlwaysOn Availability Group in SQL Server 2019

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie man ein AlwaysOn Cluster in SQL Server 2019 installiert und einrichtet. Damit stellen wir eine Hochverfügbarkeitlösung sicher.

Zum Start müssen bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Version SQL Server 2019 muss im Vorhinein installiert sein. Hier finden Sie die entsprechende Anleitung dazu.
  • SSMS (SQL Server Management Studio) muss installiert sein
  • Die Verbindung zum Server muss gewährleistet sein
  • Es sollte ein Failover Cluster für die Datenbanken installiert sein

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Start

Wir beginnen mit einer Verbindung über das SSMS mit unseren Servern. In unserem Fall sind dies die Server „AlwaysOnSQL01 – 03“. Im Object Explorer werden uns die vorhandenen Serverumgebungen aufgelistet.

Um Always On überhaupt verwenden zu können, müssen wir die Durchführung der Funktion auf den verwendeten Knoten erlauben. Dafür öffnen wir den Konfigurationsmanager und den Reiter „Always On Availability Group“. Wir akzeptieren die Aktivierung der Verfügbarkeitsgruppen.

Um diese Änderungen wirksam zu machen, starten wir die SQL Services auf dem verwendeten Knoten neu. Genau diesen Vorgang wiederholen wir nun auf allen anderen Knoten.

Im Nachgang fügen wir nun eine Testdatenbank zur Verfügbarkeitsgruppe hinzu. Sie können sich entweder eine neue Testdatenbank erstellen oder eine bestehende verwenden. In unserem Fall nutzen wir eine bestehende Testdatenbank. (Eine Testdatenbank können Sie mit Rechtsklick auf den Knoten im Unterpunkt „New Database“ konfigurieren.) Wichtig ist immer zu, dass ein vollständiges Backup der Datenbanken vorhanden ist, um im Fall der Fälle reagieren und zurücksetzen zu können.

Konfiguration der AlwaysOn Availability Group 

Nun kommen wir zu unserem Hauptvorhaben. Wir konfigurieren jetzt die SQL Always On Availability Group mit dem Installationsassistenten. Dafür gehen wir mit einem Rechtsklick auf den Unterpunkt „Hochverfügbarkeitsgruppe mit Always On“, um in den Installationsassistenten zu gelangen. Das Einführungsfenster des Assistenten öffnet sich.

Im nächsten Schritt benennen wir unsere Verfügbarkeitsgruppe “AlwaysOnOG2019”. Der Clustertyp wird hier automatisch als Windows Server Failover Cluster eingestellt. Diese Einstellung behalten wir bei.

Nun wählen wir unsere bestehende Testdatenbank für die Verfügbarkeitsgruppe aus. Im Regelfall werden alle vorhandenen Testdatenbanken aufgelistet. Notfalls können Sie auch im jetzigen Schritt noch eine Testdatenbank erstellen. (Die Erklärung dazu finden Sie oben)

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, gehen wir mit “Weiter” in den nächsten Schritt.

Wir befinden uns nun in der Übersicht unserer Instanzen. Alle Knoten sind hier aufgelistet und mit entsprechenden Verfügbarkeitsmodi und Infos über primäre und sekundäre Rollen versehen. Beim Verfügbarkeitsmodus versichern wir uns, dass dieser auf “synchroner Commit” eingerichtet ist. Hierbei gewähren wir lediglich die Bestätigung der Synchronisation von Datensätzen zwischen sekundären und primären Knoten. Bei einem asynchronen Commit würden Datensätze ohne vorherige Bestätigung auf den primären Knoten durchgeführt werden. Zusätzlich vergewissern wir uns, dass jeweils ein Haken beim automatischen Failover gesetzt ist. Die Reiter “Endpunkte, Sicherungseinstellungen und Listener” in der Replikationskonfiguration bleiben unberührt und auf Standardeinstellung.

Weiter geht es mit der Einstellung der Synchronisationsvorgaben. Dabei halten wir uns auch an die empfohlenen Standardvorgaben und verwenden die Option „Automatisches Seeding“. Die restlichen Auswahlmöglichkeiten belassen wir unberührt und bestätigen unser Vorhaben im Installationsprozess mit „Weiter“.

Wir nähern uns so langsam dem Ende der Installation. Der Assistent überprüft nun die Ergebnisse des Availability Group Status. Die aufgezeigte Warnung weist uns nur darauf hin, dass wir keinen Listener hinzugefügt haben. Daher können wir diese Meldung ignorieren und den weiteren Schritten folgen.

Hier überprüfen wir die Zusammenfassung unserer bisher vorgenommenen Einstellungen und bestätigen – sofern alles in Ordnung ist – mit der Schaltfläche „Fertig stellen“ um unsere neue Verfügbarkeitsgruppe final zu konfigurieren.

Ist der Installationsvorgang abgeschlossen, öffnen wir das Availability Group Dashboard um festzustellen, ob sich die vorhandenen Knoten 1-3 im synchronisierten Modus befinden. Im Reiter „Rollen“ können wir den zugehörigen Listener einsehen.

Um unsere vorgenommen Konfigurationen der Availability Group im Failover Cluster auf seine Funktionalität zu testen, führen wir den Failover Test durch. Mit einem Rechtsklick auf die AG Gruppe gehen wir weiter auf den Reiter „Failover“. Uns wird nun das aktuelle Replikat mit aktuellem Status und Failover Bereitschaft angezeigt. Im besten Falle sollte der Status bei „kein Datenverlust“ stehen.

Nun wollen wir testen, ob eine Verbindung zu den jeweiligen Knoten hergestellt wird. Daher ändern wir unseren primären Knoten auf einen sekundären Knoten – und umgekehrt. Auch hier testen wir erneut die Verbindung.

Im nächsten Bild können wir wieder die Zusammenfassung unserer Einstellungen einsehen und mit „Fertig stellen“ bestätigen.

Nun wird das Failover durchgeführt. Die Ergebnisse werden uns im folgenden Screenshot aufgezeigt.

Um zu überprüfen ob die Ergebnisse zielführend waren, müssen wir abschließend die Availability Group Konsole aktualisieren und den Synchronisationsstatus aller Replikate überprüfen.

Wir können nun erkennen, dass das Failover erfolgreich durchgeführt wurde. Zusammenfassend können wir nun bestätigen, dass die Installation einer AlwaysOn Availability Group erfolgreich war. Folgen Sie unserer Installationsanleitung, werden Sie in der Lage sein, eine Verfügbarkeitsgruppe erstellen zu können.


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