Branding Teil 1 — Eine Hausschrift

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Brandings vollziehen sich bekanntlich nicht, indem man einen Schalter umlegt und am nächsten Tag ist alles neu. In der Regel zieht sich ein Designprozess, beginnend bei der Markenanalyse und Konzeption über die Kreation mit ihren zahlreichen Iterationen bis hin zur Implementierung, über viele Monate.

Einer der ersten Schritte ist unter anderem das Finden und Bestimmen einer Hausschrift. Da wir gedenken mit einer Wortmarke unseren Wie­der­er­ken­nungs­wert zu erlangen, war das für die Mainzer Datenfabrik eine wichtige Entscheidung. Die goldene Formel, wie es dazu kommt, gibt es wohl nicht, oder jeder Gestalter hat die für ihn Richtige gefunden. Wir durchsuchen Hunderte von Schriften, sortieren und validieren, bis wir am Ende eine kleine, ansehnliche Auswahl an verschiedenen Schriften haben, die alle den Schriftzug “Mainzer Datenfabrik” interessant darstellen und hervorheben.

Ein bewährtes Mittel im Designprozess ist definitiv das “eine-Nacht-drüber-schlafen”. Mit frischem Blick und wachem Geist schauen wir schließlich am nächsten Tag noch einmal über die zuletzt getroffene Auswahl und können uns alle samt auf die Darker Groteque fokussieren. Serifenlos überzeugt sie in ihrer Einfachheit mit einer plakativen Wirkung und einem Augenzwinkern in der Ausstrahlung. Wichtig war uns hierbei auch die Vielfalt der Schrift in ihren Schriftschnitten, und elementar ist auch die durchgehend genaue Gestaltung in den Glyphen.

Besonders herausstechend bei der Darker Groteque sind unter anderem die Scheitel, wie man bei dem Versal M sieht (1.) sowie die Punkte, die eher wie abgerundete Rechtecke wirken (2.). Die eckigen Arme s f (3.) und das Aufeinandertreffen der Schenkel des k (4.) verzauberten uns förmlich.

Mit der Entscheidung läuten wir den Feinschliff ein. Hier gehen wir über die Detailtypographie. Das heißt, wir schauen uns die Spationierung an, die Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben. Der Schriftgestalter gibt das natürlich mit vor, allerdings schadet es nie, noch einmal mit einem genauen Auge ein bisschen für Ordnung zu sorgen.


Sobald man also jedes einzelne Haar zerlegt hat und hier fertig ist, darf man sich trauen zu sagen: das neue Logo der Mainzer Datenfabrik ist fertig!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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