vSphere 7 – Änderungen am ESXi Layout

VMware vSphere 7 ist eine wichtige Virtualisierungssoftware im Datenbankendesign. ESXi ist der dafür generierte Hypervisor zur Steuerung in VMware. vSphere 7 bringt mit einem neuen Update einige Neuerungen und Designänderungen mit sich, die das Layout des ESXi Hypervisors maßgeblich verändern. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über diese Änderungen und welche neuen Möglichkeiten sie eröffnen.

→ Hinweis: Bitte beachten Sie, dass viele Informationen in diesem Beitrag aus externen Ressourcen wie VMware-Dokumentationen und Community-Blogbeiträgen stammen.

Speicheranforderungen von ESXi 7

Aus der Dokumentation von VMware in Zusammenhang mit ESXi ergeben sich folgende Parameter als Anforderung der Speicherkapazitäten:

  • Die Installationsanwendung von ESXi 7 benötigt ein Startgerät mit mindestens 8 GB für USB- und SD-Geräte, sowie 32GB für alle weiteren Gerätetypen.
  • Das Upgrade auf ESXi benötigt ein Startgerät mit mindestens 4GB.
  • Das Starten der lokalen Festplatte mit SAN oder iSCSI-LUN benötigt eine 32GB Festplatte, die eine jeweilige Startpartition und ein VMFS-L basiertes ESX-OSData-Volume besitzt.
  • Das ESX-OSData-Volume übernimmt die Rolle der Legacy- / Scratch Partition.

Welche Neuerungen gibt es im Vergleich zwischen ESXi 6 und ESXi 7 ?

  • größere Systembootpartition
  • größere Bootbänke
  • Einführung von ESX OSData mit der Konsolidierung der VMware Tools, wie Locker, Core Dump und Scratch Partitionen auf VFMS-L basierten ESX-OSData-Volumes.
  • Core Dumps werden standardmäßig in eine ESX-OSData-Datei geladen.
  • Variable Partitionsgrößen, basierend auf der Kapazität des Bootmediums
  • Unterstützung der ESXi-Kernel-Boot Option “systemMediaSize” mit einem Standardverhalten von 138GB.

Was ist die ESX-OSData Partition?

Die Partition ESX-OSData ist zum Speichern der ESXi-Konfiguration, des Systemstatus und der virtuellen System- oder Agentenmaschinen zuständig. Sie wird in zwei Abschnitte unterteilt 

  1. ROM-Daten
  2. RAM-Daten

→ ROM-Daten werden eher selten auf die Festplatte geschrieben. Beispiele für solche Daten sind VMtools-ISOs, ESXi-Konfigurationen, Core-Dumps usw.

→ RAM-Daten sind für häufig geschriebene Daten wie Protokolle, globale VMFS-Traces, vSAN EPD und Traces sowie Live-Systemstatus-Dateien.

Welche Änderungen gibt es im Partitionslayout?

In der folgenden Grafik sehen Sie die visuellen Unterschiede des Partitionslayouts von vSphere 6 und vSphere 7. Die Bereiche “small core-dump”, “locker”, “large core-dump” und “scratch” wurden in ESX-OSData konsolidiert.

Zusätzlich variieren auch die Partitionsgrößen. Lediglich die Systempartition bleibt immer gleich mit einer Standardgröße von 100GB.

Mögliche Gestaltungsoptionen, die mit ESXi 7 umzusetzen sind

Option Nr. 1
In ESXi 7 ersetzt ein VMFS-L-basiertes ESX-OSData-Volume die herkömmliche Scratch-Partition. Die Scratch-Partition wird entsprechend in ESX-OSData konvertiert.

Option Nr. 2
Sie haben mit dem neuen Update die Möglichkeit, Core-Dump Dateien in einem Datenspeicher abzulegen.

Option Nr. 3
Auch der Speicherort des ProductLockers ist erneuert worden und kann nun in einem Datenspeicher des Bootmediums gefunden werden.

Hinweis: Alle 3 Optionen können jedoch die E/A-Operationen auf Bootmedien mit geringerer Lebensdauer reduzieren.

Troubleshooting bei USB und SD-Medien

Mit dem Update kamen unter anderem auch einige Probleme, beispielsweise bei der Verwendung von USB- und SD-Medien als Bootmedium. Jedoch werde diese, laut VMware, mit kommenden Patches und Upgrades behoben. Einige der Probleme listen wir nun folgend auf:

  • ESXi-Hosts erleben All Paths Down-Ereignisse auf USB-basierten SD-Karten, während sie den vmkusb-Treiber verwenden.
  • Beschädigung der VMFS-L Locker-Partition auf SD-Karten in ESXi 7.
  • Beschädigung der SD-Karten durch eine enorme Häufigkeit von Lesevorgängen auf VMware Images.

Fazit

Eine der merklichsten Änderungen in ESXi 7 ist die Verwendung der ESX-OSData-Partition für verschiedene Protokollierungs- und Debugging-Dateien. Wenn vSAN und/oder NSX in ESXi aktiviert ist, gibt es außerdem zusätzliche Trace-Dateien, die zu noch höheren I/O-Vorgängen führen. Dafür sind jedoch große Bootmedien mit hoher Lebensdauer von Nöten (min. 150GB). Weiterhin sollte das Bootmedium auf der NAND-Flash Technologie basieren und über M.2 oder PCI-e verbunden sein. Weiterhin können Sie SD-Karten und USB Medien verwenden, müssen jedoch darauf achten, dass das Layout der Bootmedien sorgfältig designt werden müssen. Die Verlagerung von Scratch, Core Dump und ProductLocker an externe Speicherorte sind hier maßgeblich, um das Risiko von Fehlern und Problemen zu minimieren.