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Einführung in Azure SQL

Heute erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre SQL Server Workloads einfach zu Ihrer Azure Cloud migrieren können oder wie Sie Ihre SQL Datenbank zu einer neuen Anwendungsentwicklung zur Verfügung stellen können. Hier werden die verschiedenen Entwicklungsoptionen, die Priorität bei diesen Vorgängen mit Ihren Datenbanken haben, intensiv beschrieben.

Heutzutage werden nahezu alle digitalen Daten zu Cloud Providern umgezogen, allerdings ist das mit einer großen Vorbereitungs- und Planungszeit und viel Arbeit verbunden. Auch operative Aktivitäten wie etwa die Auswahl des richtigen Cloud-Dienstes, Kompatibilitäts-Checks, Bereitstellungen und Monitoring spielen hier eine zentrale Rolle. Wenn Sie sich für SQL Server-Angebote in der Azure Cloud interessieren oder gar anwenden wollen, sollten Sie sich zunächst mit dem Begriff “Azure Cloud” und seiner Bedeutung vertraut machen. Sie können aus drei Bereitstellungsoptionen wählen, die je nach Ihren Anforderungen und dem Datenbank-Workload ausgewählt werden können, um den richtigen Bereitstellungstyp für Ihre Zwecke auszuwählen – egal, ob Sie Ihre Datenbanken zu Cloud Servern migrieren wollen oder eine SQL Datenbank für Ihre Anwendungsentwicklung bereitstellen müssen.

Microsoft stellt drei Bereitstellungsoptionen mit Azure SQL bereit, die die SQL Server Datenbankmodule als Kern zur Bearbeitung der Datenbank-Workloads nutzen:

  • SQL Server on Azure VM
  • SQL Managed Instances
  • SQL Database

Sie können eine von Ihnen bevorzugte Bereitstellungsoption auswählen, unabhängig davon, ob Sie Datenbankdesign ändern, Kosten sparen, den Workload mit den Datenbanken minimieren oder dasselbe Datenbank-Setup, das Sie in Ihrer lokalen Umgebung nutzen ausführen, nutzen möchten. Microsoft bietet verschiedene Optionen für Ihre individuellen geschäftlichen Anforderungen an. Hierfür ist es ratsam, die Vor- und Nachteile der Bereitstellungen genau zu verstehen und die auszuwählen, die Ihren individuellen Geschäftsanforderungen entsprechen.

In der folgenden Grafik können Sie alle drei Bereitstellungsoptionen sehen. Sie erklärt außerdem, dass Azure SQL kein Dienst ist, sondern ein logischer Ausdruck für die verschiedenen Arten von SQL Server-Bereitstellungen in der Azure-Cloud.

Wenn Sie sich in Ihrem Azure-Portal einloggen, können Sie eine ähnliche Ansicht sehen, wenn Sie im Dropdown-Menü der Suchleiste Azure SQL eingeben. In der folgenden Übersichtsseite können Sie alle Bereitstellungsoptionen von SQL Server-Datenbanken sehen. Sobald Sie die richtige Bereitstellungsoption als Zieldatenbanksystem gewählt haben, klicken Sie auf die Schaltfläche + Erstellen und erhalten die drei weiteren Bereitstellungsoptionen auf einen Blick, um mit Ihrer individuellen Auswahl für Ihre individuellen Bedürfnisse fortzufahren.

Auswahl der richtigen Bereitstellungsoption von Azure SQL

Entscheiden Sie sich zwischen den IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service)-Angeboten, wenn Sie Ihre SQL Server zu einer Cloud zu migrieren wollen. Hierfür sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, wie z.B. der Kostenvergleich zwischen IaaS und PaaS, ob Sie die Datenbanken selbst- oder fremdverwalten möchten, ob Sie Backups, Patches und andere betriebsbezogenen Dinge nutzen oder loswerden wollen, sowie welche Art von Verfügbarkeit und Datenschutz Sie präferieren.

IaaS beispielsweise garantiert eine 99,95%-ige Verfügbarkeit. Wenn Sie sich dennoch für IaaS entscheiden, ihr Hauptanliegen aber die Verfügbarkeit ist, sollten zusätzlich noch andere Mechanismen wie AOAG oder Clustering in Betracht gezogen werden, um SLA (Service Level Agreement) für die Datenbankverfügbarkeit zu erhöhen. PaaS hingegen garantiert eine 99,99%-ige Verfügbarkeit für VMs (virtual machines).

Wenn Sie hohe Verfügbarkeit dem Datenbank Management und Administration vorziehen, sollten Sie die PaaS-Modellbereitstellung vorziehen, die sowohl mit Azure SQL Managed Instance als auch Azure SQL database kompatibel ist. Als nächstes sollten Sie zwischen zwei Bereitstellungen wählen: selbst verwaltete Instanzen oder eine SQL Datenbank. Bei der Wahl sollten Faktoren wie der Preisvergleich beider Bereitstellungen und die Features, die für Ihre Datenbank relevant sind, eine zentrale Rolle spielen. Ihre Wahl sollte auf eine Azure SQL-Instanz fallen, um fast alle verfügbaren Funktionen von SQL Servern zu erhalten.

Die Funktionen der Azure SQL Managed-Instanz gleicht denen des SQL Servers sehr. Bei der Migration Ihrer Daten sollten Sie den Azure-Datenmigrationsassistenten nutzen, um Ihr Quellsystem bewerten und mögliche Fehlermeldungen verstehen zu können. Das ist der beste Weg bei der Entscheidung der richtigen Bereitstellungsoption.

In der folgenden Abbildung erhalten Sie einen Einblick in die Funktionen jeder Datenbankbereitstellung und wann für welchen Zweck Sie welche bestimmte Bereitstellungsoption wählen sollten:

Im Folgenden erklären wir Ihnen noch mehr über die verschiedenen Bereitstellungsoptionen, damit Sie sich sicher entscheiden können.

SQL Server und Azure Virtual Machine

SQL Server via Azure VM sollte Ihre erste Wahl sein, wenn Sie wenig eigene Arbeit und Zeit in die Neugestaltung Ihrer Anwendung und Daten in der Cloud-Umgebung im Format AS-IS investieren möchten. Dieses Modell eignet sich auch für Ihren Anwendungszugriff der Betriebssystemdateien. Sie können sehen, dass es als Ihre lokale SQL Server-Instanz in einem Remote-Rechenzentrum (Cloud) ausgeführt wird. Es gibt keinen Unterschied zwischen SQL Server, der lokal ausgeführt wird und SQL Server, der auf einem virtuellen Azure-Computer ausgeführt wird, wenn es um Funktionen, Kompatibilität, Auswahl der Version, etc. geht. Es ist alles gleich zu werten. Sie können sogar Ihre lokalen Lizenzen in dieser Cloud-Bereitstellung im Rahmen der Azure Hybrid Benefits-Funktion verwenden, um Ihre Lizenzkosten in der Cloud zu sparen. Sie können jede unterstützte Version von SQL Servern verwenden, während Sie sie im IaaS-Format bereitstellen, das als SQL Server on Azure virtual machines bekannt ist.

Eine Migration mit SQL Server on Azure VM ist ebenfalls sehr einfach. Es funktioniert wie die Migration von einer lokalen Datenbank zur anderen. Sie werden ebenfalls so gehandhabt, als wären die Datenbanken in einer lokalen Umgebung. Das bedeutet für Sie, dass Sie das Backup, Patching und weitere operationale Aktivitäten selbst steuern müssen. Dafür stehen Ihnen die herkömmlichen Azure-Dienste zur Verfügung, um alle administrativen Aktivitäten einfach zu erledigen.

Sie müssen Hochverfügbarkeitsfeatures für Ihre SQL Server-Datenbanken bereitstellen. Denken Sie daran, dass IaaS eine SLA (Service Level Agreement) mit einer Verfügbarkeit von 99,95 % nur für virtuelle Maschinen garantiert und nicht für SQL Server oder andere Prozesse, die auf dieser virtuellen Maschine gehostet werden. Aus diesem Grund müssen andere Hochverfügbarkeitsfunktionen wie Verfügbarkeitsgruppen oder Failover-Cluster-Instanzen konfiguriert werden, um die SLA für die Datenbankverfügbarkeit zu erfüllen, die in PaaS-Diensten angeboten wird und 99,99 % beträgt.

Azure SQL Managed Instance

Azure SQL Managed Instance ist ein Service von PaaS für SQL Server. Wenn Sie Ihren Workload und Ihre Datenbanken auf eine PaaS Umgebung migrieren und die gesamte Kontrolle über die SQL Server Instanzen haben wollen, ähnlich wie bei einem SQL Server, dann ist dieser Service die richtige Wahl für Ihr Vorhaben. Sie brauchen keine Kontrolle über das Betriebssystem, auf dem die verwaltete Instanz gehostet wird. Bedenken Sie dies also, wenn Sie sich für die Migration Ihres Workloads in die Cloud entscheiden.

Die verwaltete SQL-Instanz eignet sich für die meisten Ihrer Workloads, da sie fast vollständig mit dem lokalen SQL Server kompatibel ist und alle Vorteile der SQL-Datenbanken des PaaS-Produkts bietet. Sie müssen keine Verwaltungsaufgaben bearbeiten, da Azure Backup-, Upgrade- und Patching-Aktivitäten übernimmt. Sie können diese Bereitstellungsoption wählen, wenn Sie die Verwaltungskomplexität loswerden möchten.

Die Migration von lokalen SQL Server-Instanzen zu verwalteten, erfordert nur minimale bis gar keine Änderungen an den Datenbanken, da sie fast alle Funktionen bietet, die SQL Server auch in einer lokalen Bereitstellung bieten.

Azure SQL Database

SQL-Datenbank ist ein Database-as-a-Service-Produkt, das von Azure Cloud für moderne Cloud-fähige Anwendungen angeboten wird. Sie sollten diese Bereitstellung wählen, wenn Sie die neueste Version der SQL Server-Datenbank für Ihre Cloud erstellen und für hyperskalierbare und serverlose Optionen nutzen möchten. Diese Bereitstellung sorgt dafür, dass Sie in Bezug auf die Verwaltung der Datenbank keinen Mehraufwand haben. Melden Sie sich dafür nur bei Ihrem Azure-Portal an, geben Details zur Datenbank ein und erstellen sie anschließend, damit Ihre Datenbank bereit für die Entwicklung ist. Sie müssen keine VM bereitstellen oder SQL Server installieren oder gar über deren Backup und andere operative Aktivitäten nachdenken. Sie können sich auf Ihre Anwendungsentwicklung konzentrieren, denn alle datenbankbezogenen Verwaltungsaufgaben werden von Azure übernommen. Dies könnte auch einer der Gründe für die Wahl dieser Bereitstellung sein, um die Verwaltungskomplexität zu beseitigen.

Obwohl SQL-Datenbanken den Bedarf an der Verwaltung des zugrunde liegenden Betriebssystems und der SQL Server-Instanz verringern, werden einige der Aktivitäten weiterhin von Administratoren verwaltet, wie etwa Anmelde- und Benutzerverwaltung, Leistungsoptimierung, etc..

Die Azure SQL-Datenbank bietet zwei Bereitstellungsansätze:

  • eine einzelne SQL Datenbank
  • Pool für elastische Datenbanken

Eine einzelne SQL Datenbank ist eine SQL Datenbank mit eigenen Systemressourcen, während ein Pool für elastische Datenbanken eine Sammlung von Datenbanken ist, die von allen Datenbanken einen gemeinsamen Satz von Systemressourcen verwenden. Der Pool für elastische Datenbanken ist dabei die kostengünstigere Lösung, wenn Sie sich für die SQL-Datenbank Bereitstellungsoption entscheiden und mehrere Datenbanken bereitstellen möchten. Sie können diese Datenbanken zum Pool für elastische Datenbanken hinzufügen und ihnen erlauben, die idealen Systemressourcen zu verwenden.

Wenn Sie lokale SQL Server-Datenbanken in die Cloud migrieren, wäre die Migration zu Azure SQL-Datenbanken eine Herausforderung, da viele SQL Server-Features noch nicht in der SQL-Datenbankbereitstellungsoption unterstützt werden. Sie müssen dies sorgfältig planen, indem Sie angemessene Tests durchführen, bevor Sie Ihr Produktionssystem vom lokalen Standort auf die SQL-Datenbank in der Cloud umstellen. Ich würde Ihnen auch empfehlen, diese Microsoft-Website zu besuchen, um alle unterstützten Funktionen zu sehen, die in der SQL-Datenbank verfügbar sind, da Microsoft regelmäßig neue Funktionen zu seinen Diensten hinzufügt.

Fazit

Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen geholfen hat, alle MSSQL-Produkte zu verstehen, die unter dem Dach von Azure SQL in der Azure-Cloud verfügbar sind. Wir haben die Bereitstellungsoptionen zusammen mit ihren Vor- und Nachteilen erklärt, die Ihnen helfen, die richtige Bereitstellungsoption für Ihr Anliegen und nach Ihren Bedürfnissen auszuwählen. Die richtige Bereitstellungsoption muss basierend auf verschiedenen Aspekten und Punkten ausgewählt werden, die in diesem Artikel erklärt wurden.

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